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Chamonix Weltcup

Nirgends passt die Landschaft so gut zu einem Kletterweltcup wie in Chamonix. Der alljährliche Weltcup vorm französischen Nationalfeiertag ist bei vielen Kletterer und Zuschauern sehr beliebt. Die diesjährige Ausgabe war eine eindruckvolle Demonstration der Tatsache, wie sehr der Routenbau einen Wettkampf prägt. Und wie dann die Kletterer mit dem was an der Wand ist zurecht kommen müssen.

In der Herrenqualifikation lautete die Bilanz nach 2 Routen: 69 Tops. Zwei Tops waren also fast nötig um ins Halbfinale zu kommen. Im Halbfinale lag die Latte deutlich höher, aber unsichere Züge führten dazu, dass vielen Kletterern “der Fuß ging” und sie sich früh, wie aus heiterem Himmel, aus dem Rennen ums Finale verabschiedeten. Auch Romain Desgranges stürzte unerwartet und früh, löste aber gerade noch das Finalticket. Er stieg demnach als Erster ins Finale ein und kletterte vor frenetischen Zuschauern in seiner Heimatstadt ans Top. Dass der amtierende Europameister und Sieger von Villars durchsteigt, hieß noch nicht, dass die Route zu leicht war, aber Desgranges war die Route ohne Mühe geklettert. Als Yuki Hada es ihm dann nachtat, drängte sich der Eindruck auf, dass das Problem aus der Qualifikation sich wiederholen könnte. Hada’s Landsmann Keiichiro Korenaga holte sich auch das Top, genau wie der Italiener Marcello Bombardi. Weil Bombardi schneller war als Korenaga (sie lagen nach dem Halbfinale gleichauf), gewann er. Es war in seinem ersten Weltcup-Finale überhaupt auch sein erster Sieg. Auch Korenaga und Hada hatten davor nie auf einem Weltcup-Podest gestanden. Stefano Ghisolfi, nach dem Halbfinale noch erster, hielt dem Druck das Top zu müssen, um nicht bestenfalls Vierter zu werden, nicht stand.

Bei den Damen verlief der Bewerb vergleichsweise “normal” bis zum Finale. Leider kommt es am Ende immer auf’s Finale an. Im Halbfinale war Janja Garnbret als einzige durchgestiegen und niemand ging ex-aequo in die letzte Runde. Anak Verhoeven und Kim Jain kletterten ohne erkennbare Mühen bis zum Top, sie hatten aufgrund ihrer verhältnismäßig schlechten Ergebnisse nach dem Halbfinale nichts zu verlieren. Ievgeniia Kazbekova (UKR), nach dem Halbfinale noch Dritte, fiel früh. Jessica Pilz (AUT) wusste auch, dass ein Top notwendig war, um ihren Podestplatz zu behalten. Sie kam anders als sonst mit dem Druck nicht gut zurecht und fiel am Anfang der Schlüsselpassage als sie einen Tritt übersah und deshalb einen Kreuzzug nicht auflösen konnte. Das bedeutete den 5. Platz hinter der norwegischen Newcomerin Tina Hafsaas. Janja Garnbret stieg die Finalroute problemlos durch und sicherte sich so den Sieg.

 

Ergebnisse:
Herren:
1. Marcello Bombardi
2. Keiichiro Korenaga
3. Yuki Hada
Full results

Damen:
1. Janja Garnbret
2. Jain Kim
3. Anak Verhoeven
Full results

Trailer Innsbruck2018

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