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Die Vorbereitungen laufen nach Plan

Bei der Kletter-WM laufen die Aufbau-Arbeiten und letzten Vorbereitung auf Hochtouren. Der Kletterverband Österreich und der Österreichische Alpenverein blickten bei der heutigen Pressekonferenz zufrieden auf den bisherigen Verlauf der Vorarbeiten. Dr. Eugen Burtscher (Präsident KVÖ) und Dr. Andreas Ermacora (Präsident ÖAV) brachten ihre Vorfreude auf das Großereignis zum Ausdruck. WM-Geschäftsführer Michael Schöpf erklärte, warum die WM schon jetzt als Erfolg gelten kann.

Innsbruck: Dr. Eugen Burtscher und Dr. Andreas Ermacora stand die Freude ins Gesicht geschrieben. Die Präsidenten der Veranstalter Kletterverband Österreich und Österreichischer Alpenverein hatten guten Grund dazu: In 10 Tagen beginnt die größte Kletter-Veranstaltung des Jahres in Innsbruck, und die Vorbereitungen laufen nach Plan.

Der Großteil der 350 Tonnen Material, die für die mobilen Wände und andere temporäre Infrastruktur gebraucht werden, ist schon verbaut. 90000 Einzelteile werden von mehr als 50 Arbeitern seit 8 Tagen in der Olympiaworld, im Kletterzentrum Innsbruck und am Innsbrucker Marktplatz angebracht. Heute schließt die Registrierung für die AthletInnen und BetreuerInnen. Morgen wird der endgültige Zeitplan und Detailablauf fixiert.

"Wir wollen das Motto der WM, "Climb. Come together. Celebrate." zum Leben erwecken. Es freut mich besonders, dass das gesamte Rahmenprogramm, sowie die Qualifikations- und Halbfinalrunden bei freiem Eintritt stattfinden. Das war uns wichtig, damit sich jeder Innsbrucker, jeder Tiroler, und jeder Besucher willkommen fühlt bei der WM. Die "Zuckerl" sind möglich, weil das Team hart gearbeitet hat, um das von uns gewünschte WM-Konzept Wirklichkeit werden zu lassen. Dafür möchte ich mich bei den Mitarbeitern der WM und den freiwilligen Helfern herzlich bedanken," so KVÖ-Präsident Dr. Eugen Burtscher bei der Pressekonferenz. Zum heute präsentierten Aufgebot und den sportlichen Aussichten bei der WM sagte Dr. Burtscher: "Sportlich haben wir in dieser Saison Hochs und Tiefs erlebt, wobei die Hochs zuletzt deutlich in der Überzahl waren. Ich hoffe, dass die Athletinnen und Athleten des KVÖ sich für ihren Einsatz beim Training belohnen können und bei der Heim-WM alles rausholen. Ich bin optimistisch, dass wir auch sportlich eine sehr gelungene WM erleben werden."

ÖAV-Präsident Dr. Andreas Ermacora erklärte im Rahmen der Pressekonferenz: „Sportklettern zählt zu den Kernkompetenzen des Österreichischen Alpenvereins. Seit Beginn der 80er Jahre haben wir zahlreiche Klettergärten und künstliche Kletteranlagen geschaffen und besonderen Wert auf die Themen Ausbildung, Sicherheit und Jugendarbeit gelegt. Es freut mich sehr, nun auch bei der Kletter-WM 2018 unser Know-How zur Verfügung stellen zu können. Allen AthletInnen und BesucherInnen wünsche ich eine faire, spannende und unvergessliche WM und ein einzigartiges Kletterfest.“

WM-Geschäftsführer Michael Schöpf hob die Nachhaltigkeit der Kletter-WM hervor:
"Großereignisse erfahren oft auch Gegenwind, weil ihnen mangelnde Nachhaltigkeit vorgeworfen wird. Wir können in unserem Fall mit Fug und Recht von einer sehr nachhaltigen WM sprechen.  Die Kletter-WM ist nun der emotionale Höhepunkt einer langfristigen Vision, die vor mehr als 10 Jahren ihren Ursprung nahm. Bereits seit 2008 gab es intensive Bestrebungen ein modernes Bundesleistungszentrum für das Nationalteam zu errichten.  Trotz stets positiven Bemühens aller Beteiligten dauert die Realisierung eines derartigen Projektes natürlich seine Zeit. Mit der Bewerbung für die Kletter-WM nahm dieses Projekt dann so richtig Fahrt auf und so konnte im Frühjahr 2017 das Kletterzentrum in Innsbruck in Betrieb genommen werden.  Neben optimalen Trainingsbedingungen für den Spitzen- aber auch für den Breitensport haben wir hier nun auch eine Wettkampfstätte, um die uns aktuell die anderen Verbände weltweit beneiden. Auch die mobilen Kletter-Wände, die im Zuge der WM errichtet werden, ermöglichen auf Jahre hinaus und österreichweit die Austragung nationaler und internationaler Bewerbe auf höchstem Niveau. Unabhängig vom sportlichen Verlauf der Kletter-WM gibt es auf alle Fälle bereits jetzt schon einen großen Gewinner dieser WM, und das ist der österreichische Klettersport."

Text: Ben Lepesant

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