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Jakob Schubert ist Kombinations-Weltmeister!

Jakob Schubert gelang der perfekte Abschluss der Heim-WM in Innsbruck. Er kürte sich zum ersten Kombinationsweltmeister. Außerdem ist er der erste Österreicher, der in zwei Disziplinen Weltmeister wird. Schubert wurde in jeder Runde entweder Erster oder Zweiter und gewann den Bewerb souverän. Silber und Bronze holten sich Adam Ondra (CZE) und Jan Hojer (GER). Wie schon bei den Damen gingen die Japaner in der Kombination leer aus.

Vor mehr als 4500 Zuschauern kletterten die sechs vielseitigsten Kletterer dieser WM um Gold in der Kombination. Lokalmatador Jakob Schubert zeigte einen überragenden Auftritt und gewann den letzten Bewerb der Kletter-WM 2018. Er holte damit seinen zweiten Titel bei dieser WM und die vierte Medaille (dritte Goldene) für Österreich. 

Zwischenrang 2 im Speed für Jakob Schubert
Nachdem ihm in der Qualifikation ein Fehlstart unterlaufen war, musste Jakob Schubert gegen Tomoa Narasaki antreten. Der Japaner ist der mit Abstand schnellste Kombinierer. Nachdem dieser einen Fehlstart hinlegte, stieg Schubert auf. Im Halbfinale legte der Tiroler mit 7.53 Sekunden eine sehr starke Zeit hin, die ihn ins Finale beförderte. Dort unterlief ihm früh ein Fehler, weshalb er sich Jan Hojer (GER) geschlagen geben musste.

Jakob Schubert mit unwiderstehlichem Auftritt im Bouldern
Im Kombinationsfinale standen die drei letzten Boulder Weltmeister: Kai Harada, Tomoa Narasaki (beide JPN) und Adam Ondra (CZE). Mit einem unwiderstehlichen Auftritt gewann Jakob Schubert sensationell die Runde. Der Lokalmatador schien wie beflügelt und bezwang alle vier Boulder in nur acht Versuchen. Nur noch Adam Ondra schaffte in der abwechslungsreichen Runde vier Tops. Damit war Jakob Schubert Bronze sicher. Er hatte mit zwei Punkten nach zwei Runden eine exzellente Ausgangslage. Und das, obwohl seine Paradedisziplin noch kommen sollte.

Jakob Schubert sichert sich im Vorstieg souverän Gold
Im Vorstieg war den drei japanischen Finalisten anzumerken, dass ihre Stärken im Bouldern und im Speed liegen. Weil ihnen in diesen Disziplinen zuvor wenig gelungen war, konnten sie nicht mehr in die Medaillen-Entscheidungen eingreifen. Adam Ondra stieg auf Zwischenrang drei in die Route ein. Er legte vor und kletterte bis zum vorletzten Zug. Nachdem Jan Hojer beim 26. Griff stürzte, war klar, dass Schubert für Gold "nur" den 27. Griff halten musste. Der Innsbrucker riskierte nichts und kletterte bis in die Schlussplatte, ehe er am 37. Griff stürzte. Das österreichische Aushängeschild wusste um seine historische Tat und feierte schon beim Ablassen. Noch vor der Siegerehrung fasste Schubert seine Gefühle in Worte: "Das war das Sahnehäubchen einer unfassbaren WM. Ich war schon überglücklich, im Kombifinale überhaupt dabei zu sein. Dass ich jetzt Gold geholt habe ist einfach unglaublich. Viel besser kann es mir nicht aufgehen. Es war ein sehr starkes Feld, vor allem im Bouldern. Es hätte wohl kaum einer gedacht, dass ich das Bouldern für mich entscheide. Ich wusste, dass ich im Vorstieg nicht bis ganz rauf muss, sondern nur den einen oder anderen Konkurrenten schlagen muss. Während dem Klettern habe ich schon die vielen Zurufe aus dem Publikum gehört, so dass ich schon beim Ablassen feiern konnte. Unglaublich, besser geht es nicht."

Der Österreicher Georg Parma, der ebenfalls in der Kombination am Start war, belegte Rang 36.

Ergebnis Kombination WM 2018:
Damen:

1. Janja Garnbret (SLO)
2. Sol Sa (KOR)
3. Jessica Pilz

Herren:
1. Jakob Schubert
2. Adam Ondra
3. Jan Hojer

Text: Ben Lepesant

Facts

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834 ATHLETEN

20.000 FREIWILLIGE ARBEITSSTUNDEN

500 KG CHALK

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