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Meiringen Weltcup Bericht

Am 7. und 8. April fand in Meiringen (SUI) der erste Boulder Weltcup der Saison 2017 statt. Die Gewinner nach einem sehr spannenden Wettkampf hießen Shauna Coxsey (GBR) und Kokoro Fuji (JPN).

Bei den Herren: In einem sehr stark besetzten Feld beginnt das Favoritensterben in der ersten Runde

In der Qualifikation gab es zahlreiche Überraschungen: Gewinner in Gruppe 1 war der Ukrainer Sergii Topishko (23. in der Weltrangliste). In der anderen Gruppe setzte sich der starke Kokoro Fujii (JPN) vor Vorjahresgewinner Alexey Rubtsov (RUS), durch. Die Qualifikation war sehr gut geschraubt, in Gruppe 1 brauchte man 4 Tops um ins Halbfinale einzuziehen, in Gruppe 2 waren es 4 Tops and 5 Bonusgriffe. 

Der aktuelle Weltmeister Tomoa Narasaki (JPN, 21.) verfehlten das Halbfinale, wie auch Jakob Schubert (AUT, 23.), der sich in einer ansonsten starken Vorstellung einen Fehler erlaubte, als er einen wichtigen Toehook nicht sah.  Es wurde einmal mehr deutlich, dass bei so vielen starken Boulderern eine perfekte Runde notwendig ist, um ins Halbfinale einzuziehen. 

Das erfuhren auch Jeremy Bonder (FRA, 23.), Tsukuru Hori (JAP, 27.), Domen Skofic (SLO, 29.), Sean McColl (CAN, 37.), Daniel Woods (USA, 45.), Rustam Gelmanov (RUS, 57.) and Jorg Verhoeven (NED, 61.), die allesamt am zweiten Tag zuschauen mussten.

Im Halbfinale zeigten die Japaner, wie ausgeglichen und stark ihr Aufgebot ist. Rei Sugimoto (JPN), der von einer fast einjährigen Verletzungspause zurückkehrte, und Aleksey Rubtsov (RUS) dominierten mit jeweils 3 Tops, und zogen vor David Firnenburg (GER), Jernej Kruder (SLO), Kokoro Fuji (JPN) und Watabe Keita (JPN) ins Finale ein.
Dass wieder ein paar Favoriten die Segel streichen müssten, war schon vor dem Finale klar, es traf Jan Hojer (GER), Manu Cornu (FRA) und Jongwon Chon (KOR).

Das Herrenfinale war eine extrem spannende Angelegenheit. Bis zum letzten Boulder war alles offen, weil alle bis dahin höchstens ein Top hatten verbuchen können. Am Ende setzte sich der Japaner Kokoro Fuji beim Saisonauftakt vor Alexey Rubtsov (RUS) und seinem Landsmann Keita Watabe durch.

Shauna Coxsey dominiert bei den Damen

Bei den Damen wartete die Qualifikation mit etwas weniger Überraschungen auf. Von den etablierten Größen verpassten nur Akiyo Noguchi (JPN, 23.), Monika Retschy (GER, 29.) und Anna Stöhr (AUT, 43.) den Einzug ins Halbfinale. Mit Spannung erwartet wurden das Boulder Weltcup Debut von Lead-Weltmeisterin und Wunderkind Janja Garnbret (SLO), sowie der Auftritt der jungen Serbin Stasa Gejo. Sie zogen zusammen mit der Engländerin Shauna Coxsey, Katharina Saurwein (AUT), Miho Nonaka (JPN) und Lokalmatadorin Petra Klinger (SUI) ins Finale ein.

Coxsey kletterte alle Boulder top und stand schon als Siegerin fest, bevor sie den letzten Boulder probierte. Ein anspruchsvoller Run-and-Jump mit einem anschließenden Sprung in einer Platte hätte das Feld hinter ihr noch einmal durchmischen können. Der letzte Boulder gelangen ihr jedoch als einzige. Mit zwei Tops wurde Katharina Saurwein, mit 15 Weltcupsaisons die mit Abstand erfahrenste Athletin im Finale, zweite. Ihr letzter Podestplatz lag neun Jahre zurück, dementsprechend freute sie sich. Dritte wurde die junge Japanerin Miho Nonaka, die für ihr Top weniger Versuche brauchte als Stasa Gejo und Petra Klinger. Enttäuschend verlief die Endrunde für Janja Garnbret, die wohl mit den hohen Erwartungen zu kämpfen hatte. Ihr gelang kein einziges Top, das bedeutete den 6. Platz. 

Die Boulder von Laurent Laporte, Marcin Wszolek, Marc Daviet und Manuel Hassler waren in jeder Runde sehr gelungen. Im Finale sorgten abwechslungreiche und schwierige Probleme dafür, dass sich die Tagesbesten durchsetzten.

Nächste Weltcup-Station: Chongqing (CHN)

Es wurde deutlich, dass die Japaner um Kokoro Fujii (mindestens) so stark sind wie im Vorjahr. Auch Alexey Rubtsov hat sein Form aus dem Vorjahr behalten. Es wäre nicht überraschend wenn Jongwon Chon, Tomoa Narasaki und Jan Hojer bei den nächsten Bewerben ein paar Plätze gut machen und im Finale vertreten sind. Bei den Damen ist Shauna Coxsey die Athletin, die es zu schlagen gilt. Spannend bleibt die Frage, wer ihr den ersten Platz wirklich streitig machen kann. Eine gute Woche bleibt den Athleten nun zum Verschnaufen, bevor es auf Asien-Reise geht. Dort stehen in drei Wochen drei Boulder Weltcups an, die erste Station am 22./23. April heißt Chongqing in Südwestchina. 

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