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Kletter-WM-Zeitplan fixiert!

Innsbruck: Der Klettersport geht mit großen Schritten auf die Olympischen Spiele zu. Das Kombinationsfinale, das 2020 in Tokio zur Austragung kommt, wird 2018 zum ersten Mal bei einer WM zur Austragung kommen. Die Zahl der AthletInnen, die in allen Disziplinen starten, ist seit der letzten WM bereits um ein Vielfaches gestiegen. Die WM 2018, die vom 6. bis 16. September in Innsbruck stattfindet, ist mit einer Dauer von 10 Tagen die längste Kletter-WM aller Zeiten. Eine lange WM bietet den Athleten die Möglichkeit, bei allen Disziplinen an den Start zu gehen, ohne einen allzu großen Nachteil gegenüber Spezialisten zu haben. Hierzu meint Michael Schöpf, Geschäftsführer der Kletter-WM 2018: "Das Programm wurde so gestaltet, dass die Athleten zwischen den Disziplinen auch Ruhetage erhalten. In der Vergangenheit wurde darauf keine Rücksicht genommen, weil die Kombination nicht den Stellenwert hatte, der ihr nun zu Gute kommt. Auch für die Zuschauer ist die Programmgestaltung sehr attraktiv, da alle Finalentscheidungen einzeln in den Abendstunden und größtenteils an den beiden WM-Wochenenden stattfinden."

Erster Höhepunkt: Entscheidungen im Lead am ersten Wochenende

Los geht es am Donnerstag, dem 6. September, wenn die Damen um KVÖ-Medaillenhoffnung Jessica Pilz und Topfavoritin Janja Garnbret (SLO) die WM mit der Qualifikation im Lead eröffnen. Die Herren folgen am 7. September, auch hier stehen sich die aktuell stärksten Sportkletterer gegenüber: Der 19-fache Weltcupsieger und Weltmeister von 2012, Jakob Schubert, sowie Alex Megos (GER) und Adam Ondra (CZE) werden beim Lead-Auftakt unter besonderer Beobachtung stehen. Beide Qualifikationsrunden finden im Kletterzentrum Innsbruck statt. Am ersten WM-Wochenende stehen im Vorstieg die Entscheidungen an: Am Samstagnachmittag geht es in der Olympiaworld für die Damen um die Finalplätze und anschließend am Abend um die ersten WM-Medaillen, bevor am Sonntag die Herren um den Titel im Vorstieg klettern.

Boulder-Routiniers beginnen am Dienstag, den 11.09.

Die zweite Woche beginnt mit einem Ruhetag am Montag, bevor es am Dienstag (Damen) und Mittwoch (Herren) im Kletterzentrum Innsbruck mit den Qualifikationsrunden im Bouldern weitergeht. Bouldern hat in Innsbruck große Tradition: Seit 2010 gingen in Innsbruck 4 Boulder-Weltcups und 2 Boulder-Europameisterschaften über die Bühne.

Die Siege von Anna Stöhr und Kilian Fischhuber sind dem Innsbrucker Publikum in bester Erinnerung. Anna Stöhr blickt mittlerweile auf zwei Weltmeistertitel und 22 Weltcupsiege zurück und wird wie ihre Teamkollegin Katharina Saurwein bei der WM wahrscheinlich ihre Abschiedsvorstellung geben. Die neuen Boulder-Weltmeister werden am Freitag (14.9., Damen) und am Samstag (15.9., Herren) Abend in der Olympiaworld gekürt. 

Das österreichische Paraclimbing-Team feiert seine WM-Premiere am Dienstag, den 11.09.

Die WM im Paraclimbing ist erst seit 2011 integrativer Bestandteil der Kletter-WM. Der Sport steckt noch in den Kinderschuhen. Umso größer ist die Bedeutung der WM, um zu zeigen, dass Klettern ein Sport ist, der sich für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung eignet. Das KVÖ-Paraclimbingteam, das von KVÖ-Athletin Katharina Saurwein betreut wird, bereitet sich seit zwei Jahren auf die Heim-WM vor. Die Qualifikationsrunden in bis zu 10 Kategorien finden in der zweiten Woche am Dienstag und am Mittwoch statt. Am Donnerstag, Freitag und Samstag stehen die Finalrunden in der Olympiaworld an. "Den Wert des Paraclimbings für die IFSC Kletter-WM 2018 kann man nicht mit Worten beschreiben. Die absolute Stille von tausenden Fans während die blinden Athleten und ihre Ansager kommunizieren, die Kraft der Bein- oder Arm-amputieren AthletInnen, die dynamische Züge überwinden, sowie die Willensstärke aller Paraclimber erzeugen eine elektrisierende Show, die man gesehen haben muss.", so IFSC-Präsident Marco Scolaris.

Donnerstag, der 13.09. ist der Speed-Tag

Der Donnerstag steht im Zeichen der Geschwindigkeit, wenn bei Damen und Herren alle Runden im Speed in der Olympiaworld über die Bühne gehen. Am Vormittag beginnen die Qualifikationsrunden, bevor am Abend die Runde der besten 16 beginnt. Dann geht es Schlag auf Schlag bis zum Finale, in dem der schnellste Kletterer den Weltmeistertitel holen wird. Die besten Kombinierer werden am Start sein um sich für das große Kombinationsfinale am Sonntag zu qualifizieren.

Historische Kombinationspremiere zum Abschluss

Am Sonntag, den 16. 9., steht zum WM-Abschluss eine historische Premiere an: die sechs besten Damen und Herren mit dem niedrigsten Gesamtscore aus allen drei Einzeldisziplinen messen sich noch einmal im Kombinationsfinale. In jeder Disziplin erhält man die Punkte, die dem eigenen Ranking entsprechen (4. Platz = 4 Punkte). Die Punkte werden anschließend multipliziert und derjenige mit der niedrigsten Punktzahl gewinnt. Die WM 2018 wird also die ersten Weltmeister im neuen Kombinationsformat hervorbringen. Diese werden sich als erste in der Favoritenrolle für Tokio 2020 wiederfinden. 

Mehr Informationen: http://www.innsbruck2018.com

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