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Vail Boulder Weltcup

Am 10. und 11. Juni statteten die besten Boulderer der Welt Vail, Colorado einen Besuch ab. Die Britin Shauna Coxsey baute ihren Vorsprung in der Gesamtwertung mit einem Sieg aus. Janja Garnbret verpasste zum ersten Mal in ihrer Karriere ein Finale. Bei den Herren schaffte Jongwon Chon alle Boulder und sicherte sich den Sieg. Das japanische Team hatte ein fast perfektes Wochenende, unter den Top 10 der Herrenqualifikation waren 9 Japaner zu finden und 6 japanische AthletInnen schafften es ins Finale.

Vail, Colorado war heuer zum 10. Mal Austragungsort eines Weltcups. Ursprünglich bekannt für besonders athletische Probleme, war es bei dieser Ausgabe andersrum: viele der Wände waren nicht steil und in der Qualifikationsgruppe B der Herren waren drei von fünf Problemen Platten. Jakob Schubert, der wie einige andere starke Europäer das Halbfinale verpasste, nannte den Routenbau in der Runde auf Instagram "überhaupt nicht abwechslungsreich". Er fügte hinzu " der eine oder andere mag sagen, dass das der neue Stil ist, aber meiner Meinung nach ist es schlechter Routenbau. Es sollte beim Bouldern nicht nur darum gehen, gut auf den Füßen zu stehen. (...) Mir gefällt es, in einem Boulder zu kämpfen, die physische Anstrengung zu spüren. Natürlich sind plattige Boulder ein Teil des Spiels, aber sie sollten meiner Meinung nach nicht der wichtigste Aspekt sein. Leisten, Sloper, Zangen, weite Züge, Campuszüge, Sprünge, Koordination, Heel- und Toehooks, Kraftausdauer... es gibt so vieles, und das liebe ich so an diesem Sport. Fairerweise muss man sagen, dass es für die Routensetzer schwer war, weil die Wand nicht top war. Sie haben im Halbfinale und im Finale sehr gute Leistungen gezeigt. Aber trotzdem möchte ich darauf aufmerksam machen, wie wichtig vielseitige Probleme in allen Runden sind, auch in der Qualifikation. Ich glaube nicht dass die zufallslastigen Qualirunden bei manchen Events gut für den Sport sind."


Die größte Neuigkeit nach dem Damen-Halbfinale war, dass Janja Garnbret die nächste Runde verpasst hatte. Es war das erste Mal in ihrer Karriere, dass sie beim Finale zuschauen musste. Das Damenfinale stand exemplarisch für die tollen Bewerbe in dieser Saison. Die bekannte amerikanische Wettkampfkletterin Alex Puccio hatte ihren ersten internationalen Auftritt des Jahres und erreichte gleich das Finale. Nachdem sie den athletischen ersten Boulder souverän geflasht hatte, lag sie vorne. Die Position konnte sie nicht halten. Am Ende gewann Shauna Coxsey (GBR) vor Akiyo Noguchi und Miho Nonaka (beide JPN).  Am letzten Boulder hatte Coxsey drei Versuche, um ein Top zu verbuchen, sonst hätte Noguchi gewonnen. Coxsey behielt die Nerven, machten den Sprung im ersten Versuch und sicherte sich den Sieg. 

Coxsey liegt in der Gesamtwertung jetzt 65 Punkte vor Garnbret, die beim nächsten in Weltcup in Mumbai nicht starten wird, weshalb Coxsey der Gesamtsieg kaum mehr zu nehmen sein wird.

Im Herrenfinale sicherte sich Jongwon Chon mit seiner Vielseitigkeit den Sieg vor Meichi Narasaki und Yoshiyuki Ogata (beide JPN). Vail scheint Ogate zu liegen, 2016 hatte er dort schon den vierten Platz geholt. Heuer schaffte der 19-jährige sein erstes Podium. Sein 18-jähriger Teamkollege Meichi Narasaki, der jüngere Bruder von Tomoa Narasaki stand ebenso zum ersten Mal in seiner Karriere auf dem Podium. Insbesondere im Herrenfinale gelang es den Routensetzern Percy Bishton, Manuel Hassler und Chris Danielson abwechslungsreiche und unterhaltsame Boulder zu bauen, die die Konkurrenz im Finale perfekt trennten. 

Watabe baute seine Finalserie weiter aus, es war sein fünftes hintereinander. In der Gesamtwertung liegt er aber aufgrund seiner 6. Platzes in Vail nur mehr 6 Punkte vor Chon, dicht gefolgt von Alexey Rubtsov, der 25 Punkte hinter Watabe liegt. Das Saisonfinish bei den Herren dürfte eine extrem spannende Angeleneit werden.

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Results:

Men:

1. Jongwon Chon KOR 4t9 4b8
2. Meichi Narasaki JPN 3t6 3b5
3. Yoshiyuki Ogata  JPN 3t11 4b7
4. Aleksei Rubtsov  RUS 2t5 3b8
5. Kokoro Fujii JPN 2t6 4b10
6. Keita Watabe JPN   1t3 1b3

Women:
1. Shauna Coxsey GBR 3t4 4b5
2. Akiyo Noguchi JPN 3t6 4b6
3. Miho Nonaka JPN 3t7 4b7
4. Alex Puccio USA 3t10 4b10
5. Katja Kadic SLO 1t3 2b4
6. Petra Klingler SUI 0t 1b2

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