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Disziplinen

Vor allem die Vielfältigkeit des Klettersports ist Grund für seine ständig steigende Beliebtheit. Sei es beim Vorstiegsklettern (Lead), beim Bouldern, beim Speedklettern, bei der Kombination oder beim Paraclimbing – alle Disziplinen des Wettkampfsports stellen unterschiedliche Anforderungen an die Athleten.

  • Lead

    Lead

    ... ist wohl die bekannteste Disziplin des Kletterns und seit mehr als 30 Jahren im Wettkampfsport etabliert. Geklettert wird mit Seil an einer 15-20 Meter hohen Kunstwand, was ein großes Maß an Kraftausdauer verlangt. Ziel hierbei ist es, in einer zuvor gebauten Route innerhalb eines festgesetzten Zeitlimits so hoch wie möglich zu klettern. Sieger ist, wer am weitesten klettert.

    Modus

    Es gibt zwei Qualifikationsrouten für zwei Qualifikationsgruppen, die entsprechend internationalen Rankings belegt werden. Die besten 13 jeder Gruppe erreichen das Halbfinale. Während in den Qualifikationsrunden im "flash-Modus" geklettert wird, d.h. die AthletInnen beobachten sich beim Klettern gegenseitig, gibt es im Halbfinale und Finale eine Isolationszone, d.h. die AthletInnen können einander nicht beim Klettern sehen. Im Finale treffen die besten acht AthletInnen aufeinander.

    Ranking

    Die erreichte Höhe bestimmt das Ergebnis. Die erreichte Höhe in der Route wird mit dem letzten erreichten Griff bestimmt. Die Wertung eines Griffes entspricht nicht seiner Höhe über dem Boden, sondern der wievielte Griff in der Route es ist.
    Man kann den Griff entweder kontrolliert haben (Wertung W) oder schon die Bewegung zum nächsten Griff angesetzt haben (ohne diesen nächsten Griff zu kontrollieren) (Wertung W+). Es reicht also nicht, einen Griff nur berührt, aber nicht gehalten zu haben. Die Entscheidung, ob die Bewegung zum nächsten Griff ausgeführt wurde oder nicht, d.h. ob ein + gewertet wird oder nicht, obliegt der Jury genauso wie die Entscheidung ob ein Griff gehalten wurde oder nicht. 

    Bei gleicher Höhe gibt es ein "Countback", d.h. es werden die Ergebnisse der Halbfinalrunde und -wenn nötig- der Qualifikation hinzugezogen. 

  • Bouldern

    Bouldern

     ... bedeutet grundsätzlich klettern in Absprunghöhe und das ohne Seil, wobei Weichboden die Stürze abfangen. Beim Bouldern geht es primär um die Bewältigung schwerer Einzelzüge und kniffliger Bewegungsabläufe. Koordination, Beweglichkeit und Maximalkraft werden in hohem Maße gefordert.

    Modus

    In der Qualifikation gibt es wie im Lead zwei Gruppen, in denen jeweils 5 Boulder anstehen. Die besten 10 aus jeder Gruppe erreichen das Halbfinale. Hier gilt es 4 Boulder zu bewältigen, die besten 6 AthletInnen erreichen das Finale, wo wieder 4 Boulder warten.

    Ranking

    Primäres Ziel in dieser Disziplin ist es, bei möglichst vielen Bouldern das Top zu erreichen. Haben zwei oder mehr AhtletInnen gleich viele Tops, zählt die Zahl der Versuche. Außerdem verfügt jeder Boulder über einen Bonus-Griff - dieser wird auch gewertet, wieder zählt im Falle eines Gleichstands die Zahl der Versuche. Alle anderen Griffe/Bereiche sind für die Wertung nicht relevant. (Ist zB der dritte Griff der Bonus-Griff, und der 7. Griff das Top, so ist es egal, ob jemand den Bonus-Griff oder den 6. Griff erreicht, gewertet wird in dem Fall der Bonus-Griff.)

    Es spielt keine Rolle, welche Boulder top geklettert werden, und bei welchem Boulder wieviele Versuche gebraucht wurden, es wird am Ende summiert.

    Wertungskriterium 1 (WK1): Anzahl Tops
    Wertungskriterium 2 (WK2): bei Gleichstand nach WK1, Anzahl Versuche für Tops.
    Wertungskriterium 3 (WK3): bei Gleichstand nach WK1 und WK2, Anzahl Bonus-Griffe.
    Wertungskriterium 4 (WK4): bei Gleichstand nach WK1, WK2, und WK 3: Anzahl Versuche für Bonus-Griffe

  • Speed

    Speed

    ... wie der Name schon sagt, entscheidet die Geschwindigkeit über Sieg oder Niederlage. Im Verlauf eines Wettkampfs wird über mehrere KO-Runden der Sieger ermittelt, was nicht nur Schnelligkeit, sondern auch Ausdauer erfordert. An der für internationale Bewerbe vorgesehenen standardisierten Speedwand ist es mittlerweile auch möglich, Weltrekorde zu erreichen.

    Modus

    Die Speed-Route befindet sich zwei mal an der Wand. In der Qualifikation tritt jede AthletIn in beiden Routen an, die schnellste Zeit wird gewertet. Ins Achtelfinale ziehen die ersten 16 ein. Dann geht es im KO-Modus weiter bis zum Finale. 

    Ranking

    Diejenigen Athleten die in der Qualifikationsrunde ausscheiden, werden nach ihrer besten Zeit gewertet. Die verbleibenden 16 Kletterer duellieren sich in den Finalrunden in identischen Routen, der schnellere Kletterer gewinnt eine Runde und zieht in die nächste Runde ein. Um den 3. Platz wird im "kleinen Finale" geklettert, für alle weiteren Platzierungen zählt die erreichte Zeit im letzen Lauf. D.h.: die Verlierer im Achtelfinale machen die Plätze 9 bis 16 unter sich aus, die Verlierer im Viertelfinal belegen die Plätze 5 bis 8. Konkret: der schnellste Verlierer im Achtelfinale wird 9.

  • Kombination

    Kombination

    Das Olympische Kombinationsformat, das bei den Youth Olympic Games 2018 in Buenos Aires und den Olympischen Spielen 2020 in Tokio zur Austragung kommt. Geklettert wird jede bestehende Einzeldisziplin. Mehr Informationen gibt es HIER.

    Modus

    In jeder Disziplin kommt der aktuelle WM-Modus zur Anwendung. In der ersten Runde treten alle AthletInnen in allen Disziplinen in diesem Modus an. Die besten 6 AthletInnen kommen ins Finale, welches en-bloc stattfindet und in der wiederum in jeder Einzeldisziplin der WM-Modus zur Austragung kommt. Die Abfolge der Disziplinen ist 1- Speed, 2- Bouldern, 3- Lead.

    Ranking

    Das Ranking wird mit einem Punktesystem bestimmt. Für die Erstellung des Rankings werden die Qualifikationsergebnisse aus den drei Disziplinen multipliziert. Bei ex-aequo nach Punkten, gewinnt diejenige der beiden AthletInnen, die in zwei Disziplinen vor der anderen lag. Beispiel: Athlet1 wird 1., 3., und 4., er hat dann 12 Punkte und schlägt Athlet2 der 2., 1., und 6. wurde.

  • Paraclimbing

    Paraclimbing

    ... ist Klettern für Menschen mit Körper- oder Sehbehinderung.

    Die ersten IFSC Paraclimbing Weltmeisterschaften in der Geschichte des Klettersports wurden 2011 in Arco ausgetragen. Seither fanden drei weitere IFSC Paraclimbing Weltmeisterschaften statt. Auch bei den IFSC Climbing World Championships Innsbruck Tirol 2018 ist diese Disziplin fester Bestandteil der Wettkämpfe.

    Modus

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    Ranking

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Trailer Innsbruck2018

Photos from Innsbruck 2018 - IFSC Climbing World Championships's post
After the YWCH is before the WCH... here is a look back at the big test for #innsbruck2018 Thanks to the climbers,...
12.09.2017, 14:58
Photos from Innsbruck 2018 - IFSC Climbing World Championships's post
#innsbruck2018's little sibling (not so little considering the numbers, actually...), the #ifscywch2017 are starting...
29.08.2017, 16:07
Interview with Janja Garnbret
We had the chance to interview Janja Garnbret. Read it and never again ask yourself why she is so good at climbing and...
28.08.2017, 13:51
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21.08.2017, 18:53

Facts

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65 NATIONEN

700 ATHLETEN

20.000 FREIWILLIGE ARBEITSSTUNDEN

500 KG CHALK

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